Über 1,1 Mio. Euro für das Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung - Förderung für neues Zahnklebesystem

. Bereich: Aktuelles von Paul Lehrieder

Über 1,1 Mio. Euro für das Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung - Förderung für neues Zahnklebesystem

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird das Projekt „SODA – Sulfonsäurefunktionalisierte ORMOCER®e für innovative selbstätzende Dentaladhäsive“ des Würzburger Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung mit insgesamt 1.176.463 Euro fördern. Dies teilte der Würzburger CSU-Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder in einer Pressemitteilung mit.

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten jährlich über 50 Millionen Zahnfüllungen. Kommerziell verfügbare Klebesysteme zwischen Füllung und Zahnmaterial sind bislang noch nicht in der Lage, in einem einfachen Einflaschensystem zeitsparend und in der Anwendung fehlertolerant eingesetzt werden zu können. Zudem wird von Klebesystemen eines stabilen Füllung-Zahn-Verbunds erwartet, dass sie in hohem Maße für den menschlichen Körper verträglich und nicht allergen sind. Genau hier sehen die Forscherinnen und Forscher des Würzburger Fraunhofer-Instituts für Silicatforschung das Potenzial von ORMOCER®en. Im Rahmen ihrer Forschungen werden die anorganisch-organischen Hybridpolymere als Materialbasis für selbstätzende Klebesysteme untersucht. Sie verbinden die Eigenschaften von Keramiken und Kunststoffen und können bei der Reparatur geschädigter Zähne zu einer erheblichen Kostenersparnis für das Gesundheitswesen führen. Eine Übertragung der Forschungsergebnisse für Zahnprothesen, Wurzelbehandlungen und Implantate könnte die Verwertungsmöglichkeiten nochmals signifikant erhöhen.

Der Würzburger Abgeordnete Lehrieder freut sich sehr über die erfolgreiche Antragstellung des Würzburger Fraunhofer-Instituts: „Ich hoffe sehr, dass das Validierungsvorhaben auf ganzer Linie überzeugen wird.“ Das Validierungsprojekt unterstreiche das gesellschaftliche Innovationspotenzial der wissenschaftlichen Forschung. „Die Wege von der Forschung in den Markt können mit solchen Projekten kürzer und schneller werden“, zeigt sich Lehrieder überzeugt.

Berlin, den 14.03.2018