Über eine halbe Million Euro für das Würzburger Blindeninstitut - Förderung für neues Beratungsangebot

. Bereich: Aktuelles von Paul Lehrieder

Über 560.000 Euro für das Würzburger Blindeninstitut -

Förderung für neues Beratungsangebot

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) wird das Projekt der „Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung“ des Blindeninstituts Würzburg mit insgesamt 561.760,76 Euro fördern. Dies teilte der Würzburger CSU-Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder in einer Pressemitteilung mit.

Beginnend ab dem 1. Januar 2018 stellt der Bund für die Dauer von bis zu fünf Jahren jährlich insgesamt 58 Millionen Euro für die Umsetzung und Förderung der Teilhabeberatung sowie deren Evaluation zur Verfügung. Mit den Fördermitteln werden Beratungsangebote unterstützt, die ratsuchenden behinderten Menschen und ihren Angehörigen zur Verfügung stehen – kompetent, unentgeltlich, neutral und objektiv. Auf Grundlage der Förderrichtlinie erhält das Blindeninstitut Würzburg für ihr neues Beratungsangebot der unabhängigen Teilhabe Zuwendungen in sechsstelliger Höhe. Das Angebot richtet sich an mehrfachbehinderte Menschen mit Blindheit bzw. Sehbehinderung sowie an taubblinde bzw. hörsehbehinderte Menschen, ihre Angehörigen und Betreuer in den nordbayerischen Bezirken Unter-, Ober- und Mittelfranken sowie der Oberpfalz.

Das Projekt beinhaltet eine kommunikativ-barrierefreie Beratungsmöglichkeit mit nichtlautsprachlichen Kommunikationsformen durch drei hauptamtliche Fachkräfte. Ehrenamtliche und Angehörige werden im Einzelfall entsprechend dem Beratungsanliegen hinzugezogen. Ziel der Beratung soll sein, den Patienten umfassend in allen Fragen zur Lebensführung zu unterstützen und dadurch in seiner Selbstbestimmung zu stärken. Speziell im Hinblick auf das neue Bundesteilhabegesetz sollen die Patienten auch über sozialrechtliche Fragen aufgeklärt werden. Das Angebot des Blindeninstituts ist kostenfrei. Die neue Teilhabeberatung des Blindeninstituts wird durch eine Forschungskooperation mit dem Institut für Sonderpädagogik der Universität Würzburg begleitet und evaluiert.

Der Würzburger Abgeordnete Lehrieder freut sich sehr über die Zuwendung: „Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen möchten zu Recht mehr Selbstbestimmung für eine individuelle und ihren persönlichen Wünschen entsprechende Lebensplanung und –gestaltung.“ „Zielgerichtete Beratung, wie sie das Blindeninstitut Würzburg bietet, kann sie auf diesem Weg nachhaltig unterstützen“, so Lehrieder.

Berlin, den 10.01.2018