Zahl der Riester-Verträge verzehnfacht

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Berlin / Würzburg: Bis zum 30. September 2011 sind insgesamt 14,99 Millionen Riester-Verträge abgeschlossen worden. „Damit hat sich die Zahl der Verträge in den letzte zehn Jahren mehr als verzehnfacht“, berichtet der CSU-Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Opposition. Mit Riester-Verträgen soll die „vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung unvermeidlich gewordene Absenkung des Leistungsniveaus in der umlagefinanzierten gesetzlichen Rentenversicherung möglichst ausgeglichen werden.“

Bei den meisten Riester-Verträgen handele es sich um Versicherungen, gefolgt von Investmentfondsverträgen und Banksparverträgen. Die noch relativ junge Möglichkeit zu „Wohn-Riester“/Eigenheimrente nutzen ebenfalls bereits mehr als 700.000 Bundesbürger, führt der Arbeitsmarktpolitiker Lehrieder weiter aus.

Lehrieder weist auch auf die Möglichkeit hin, dass bis zu 15 Prozent der Beiträge zur Riester-Rente zur Absicherung des Erwerbsminderungsrisikos eingesetzt werden könne, da eine Erwerbsminderung während der Erwerbsphase ein erhebliches Risiko für das spätere Alterseinkommen darstelle. Zur Verbesserung des Erwerbsminderungsschutzes in der ersten Säule der Alterssicherung (gesetzliche Rente) plane die Bundesregierung, die sogenannte „Zurechnungszeit“ bei den Erwerbsminderungsrenten stufenweise von heute 60 Jahren auf das 62. Lebensjahr anzuheben. Damit werde das Niveau der Erwerbsminderungsrenten langfristig um etwa fünf Prozent erhöht.

„Erwerbsgeminderte werden damit langfristig so gestellt, als ob sie mit dem bisherigen Einkommen zwei Jahre länger als bisher weiter gearbeitet hätten“, erklärt Lehrieder. Die Verlängerung solle parallel zur Anhebung der Regelaltersgrenze erfolgen, damit sich der Abstand der Zurechnungszeit zur Regelaltersgrenze nicht vergrößere, sondern auch in Zukunft fünf Jahre betrage.

14. Dezember 2011