Keine Anzeichen einer schrumpfenden Mittelschicht - Lehrieder berichtet von den Ergebnissen der Anhörung zum „Armuts- und Reichtumsbericht“

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Würzburg/ Berlin. Der CSU-Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder berichtet von den Ergebnissen der Öffentlichen Anhörung zum „Armuts- und Reichtumsbericht“ der Bundesregierung, die am vergangenen Montag stattgefunden hat. „Der Bericht ist eine wichtige Grundlage für Entscheidungen in der Sozialpolitik. Gerade in diesem Politikfeld ist es wichtig, aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen frühzeitig zu identifizieren, um Maßnahmen einzuleiten, die soziale Ungleichgewichte ausgleichen“, betont Lehrieder.

Lehrieder zeigt sich erfreut darüber, dass der Sachverständige Martin Werding von der Ruhr-Universität Bochum, in der Mittelschicht derzeit „wenig Dynamik“ feststellt. Dieser betont, dass „Aussagen über Absturzängste nicht aus den zur Verfügung stehenden Daten abgeleitet werden können“. Lehrieder unterstreicht, dass gerade eine starke Mittelschicht ein wichtiges Fundament für ein funktionierendes Wirtschaftssystem und eine ausgewogene Gesellschaft sei.

Die Anhörung ergab auch Verbesserungsvorschläge, die nun für den im Frühjahr erscheinenden Bericht diskutiert werden müssen. So muss möglicherweise eine pauschale Festlegung des Armutsbegriffs bei der Unterschreitung eines Einkommens von 60 Prozent des Durchschnittseinkommens nochmal überdacht werden. Es müssen unter Umständen weitere Indikatoren gefunden werden. Zudem könnte die Ausweitung der Berichterstattung über die Kosten sozialer Ungleichheit ausgeweitet werden, da diese zum Beispiel über verpasste Bildungschancen zu einer Verminderung der Einnahmen der Betroffenen führen könne.

15.12.2011