15 Millionen mehr für Berufsorientierung ab der 7. Klasse

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Würzburg/ Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder begrüßt die Erhöhung der Gelder für das Berufsorientierungsprogramm. Dem Programm werden im nächsten Haushaltjahr statt 50 Millionen nun 65 Millionen zur Verfügung stehen. „Eine systematische Berufsorientierung soll die Berufswahl und somit den Lebensweg von Jugendlichen und jungen Erwachsenen positiv beeinflussen und ist daher äußerst wichtig“, betont Lehrieder.

Ziel des Programms ist es, dass Schüler auf ihre persönlichen Talente und Interessen aufmerksam werden, damit diese gezielt gefördert werden können. Lehrieder hebt hervor, dass so eine Verringerung der Zahl der Schulabgänger ohne Schulabschluss erreicht werde und ein nahtloser Übergang von der Schule in eine duale Berufsausbildung gewährleistet werden könne.

Darüber hinaus werde die Ausbildungsreife gestärkt und die Anzahl der Ausbildungsabbrüche verringert. „Besonders wichtig ist dies auch auf lange Sicht, da durch die demographische Entwicklung in unserem Land die Sicherung des qualifizierten Fachkräftenachwuchses eine große Herausforderung darstellt“, bekräftigt der Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages.

Das Programm richtet sich an Jugendliche, die Interesse an einer dualen Ausbildung haben. Von April 2008 bis September 2011 wurden mit mehr als 111 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung Maßnahmen für rund 260.000 Schülerinnen und Schüler bewilligt.

Konkret sieht das Berufsorientierungsprogramm folgende Maßnahmen vor:

·        In der 7. Klasse eine 2 – 3-tägige Potenzialanalyse, möglichst außerhalb der Schule, um individuelle Stärken und Interessen zu erkunden,

·        in der 8. Klasse ein zweiwöchiger Besuch in einer Werkstatt einer überbetrieblichen oder vergleichbaren Berufsbildungsstätte sowie

·        das Kennenlernen von mindestens drei Berufsfeldern.

Das Programm wird über den Erhalt eines Zertifikats abgeschlossen. Begleitend ist die Anwesenheit der Lehrkräfte erwünscht – es erfolgt eine enge Abstimmung und Rückkoppelung der Projektleitung mit den Eltern.

28.11.2011