100 Millionen Euro zusätzlich für eine inklusive Gesellschaft - Praktische Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die ‚Initiative Inklusion‘

. Bereich: Archiv Meldungen Paul Lehrieder 2011

Würzburg/ Berlin. Der Obmann im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages, Paul Lehrieder MdB, begrüßt die aktuellen Maßnahmen der Bundesregierung zur Inklusion von Menschen mit Behinderung: „Es ist wichtig, dass die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen nicht nur auf dem Papier erfolgt, sondern zügig in der Praxis vollzogen wird. Die ‚Initiative Inklusion‘ ist eine der bedeutendsten Maßnahmen, die einen gemeinsamen Alltag von Menschen mit und ohne Behinderung erreichen sollen“.

Zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werden mit der Initiative bundesweit insgesamt 100 Millionen Euro aus dem Aus­gleichsfonds zusätzlich zu den bestehenden Regelleistungen für die Teilhabe dieser am Arbeitsleben zur Verfügung gestellt werden. Im Rahmen von vier Handlungsfeldern werden folgende Zielgruppen zusätzlich gefördert:

·       Für die Berufsorientierung schwerbehinderter Schülerinnen und Schüler stehen in Bayern rund 6 Millionen Euro zusätzlich zur Verfügung, mit denen 3006 Maßnahmen umgesetzt werden sollen.

·       Die betriebliche Ausbildung schwerbehinderter Jugendlicher wird bayernweit mit rund 2,3 Millionen Euro zusätzlich unterstützt. Gefördert werden 195 Ausbildungsplätze.

·       Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt werden in Bayern 601 Arbeitsplätze für ältere arbeitslose und arbeitsuchende schwerbehinderte Menschen geschaffen und mit rund 6 Millionen Euro unterstützt.

·       Gefördert werden zudem Maßnahmen von Handwerkskammern, Industrie- und Handelskammern und Landwirtschaftskammern, die die Integration von Menschen mit Behinderung fördern.

Lehrieder versichert, dass die schon vorhandenen Regel- und Ermessensleistungen der Rehabilitationsträger zur beruflichen Eingliederung von rund 40 Milliarden Euro unberührt bleiben. Diese Leistungen werden durch die ‚Initiative Inklusion‘ noch weiter ergänzt.

18.10.2011