Lehrieder: „Proteste gegen Finanzmärkte nicht unterschätzen“

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Berlin / Würzburg: Die weltweiten Proteste gegen die Banken und Finanzmärkte, bei denen tausende Menschen gegen die Macht des Finanzkapitals demonstrieren, lösen nicht nur heftige Debatten in der Politik aus, sondern beschäftigt auch die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Lehrieder zeigt sich von der „Friedlichkeit und Sachlichkeit“ der Bewegung beeindruckt. Die Proteste seien Ausdruck tiefer Verunsicherung und Enttäuschung, die die CDU/CSU ernst nehmen müsse.

„Die Banken haben aus den Fehlern, die 2008 zur weltweiten Finanzkrise geführt haben, nichts gelernt - sie machen diese Fehler erneut. Dies merken die Bürger natürlich und bringen durch die Proteste ihren Unmut zum Ausdruck“, so der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitiker.

Der Protest sei keine typische Unterschichtenbewegung, sondern ein Protest der Mittelschicht, die den Glauben in das Finanzsystem verloren hat.

Ein solches Verhalten der Geldhäuser rechtfertige laut Lehrieder auch eine stärkere Beteiligung an der Finanzierung der Griechenland-Pleite.

Auch bei der Trennung der Bereiche Investmentbanking und Geschäftsbank dürfe es nunmehr keine Denkverbote mehr geben und eine sachliche Diskussion müsse geführt werden.

Lehrieder ist der Ansicht, „dass die Finanzbranche enger an die Kette gelegt“ werden müsse, um „die richtigen Lehren aus der Krise“ zu ziehen und um einen erneuten Ausbruch zu verhindern.

 

19. Oktober 2011