Silvaner mit Stamm und Lehrieder

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„Der Silvaner der Gegend ist mit der Beste Frankens“, betonte Landtagspräsidentin Barbara Stamm. „So etwas müsste man zur Werbung in diesen Kochsendungen verwenden“, scherzte sie. Am vergangenen Wochenende besuchte die höchste Frau des Landes die Winzerhalle in Obereisenheim. Landtagspräsidentin Barbara Stamm war auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder in den Weinort gekommen um darüber zu berichten, was der Bayerische Landtag derzeit bearbeitet. Die Zusammenarbeit mit der FDP sei natürlich nicht leicht, plauderte sie aus dem Nähkästchen. „Aber insgesamt leichter, als sie es mit der SPD wäre.“

Dem konnte auch der Bundestagsabgeordnete Paul Lehrieder nur zustimmen: „Ich sehe das jeden Tag“, so Lehrieder. „Die Gemeinsamkeiten mit der SPD sind aufgebraucht.“

So sei zum Beispiel das Kinderschutzgesetz vom Koalitionspartner abgelehnt worden, obwohl es doch die SPD sei, die Kinderrechte in der Verfassung wolle.

„Und die Rechte unserer Kinder sind doch das Wichtigste für unsere Zukunft“, betonte Stamm. Die Landtagspräsidentin, die man auch als das soziale Gewissen Bayerns bezeichnet, vertrat die Meinung, dass „die Sozialpolitik des 21. Jahrhunderts“ die Bildungspolitik sei. Auf den Einwurf, davon merke man in der Bayerischen Bildungspolitik wenig, verteidigte Stamm, etwa die Schließung kleinerer Schulen sei oft auch Schuld der betroffenen Gemeinden: „Lassen Sie sich auf neue Modelle ein“, forderte sie. Und appellierte an die Einheit der Gemeinden, weg vom eigenen Kirchturm. „Wenn jeden Tag ein Bürgermeister zur Regierung kommt und seine Schule verteidigt, kein Wunder, dass die Regierung entscheidet.“

Stamm verteidigte außerdem vehement die Einzelförderung: „Wir brauchen Eliten, den sonst wird alle Politik scheitern. Aber genauso brauchen wir gezielte Förderung schwächerer Schüler. Am Ende läuft es darauf hinaus, jeden nach seinen Fähigkeiten zu fördern.“ Außerdem plädierte Stamm für einen früheren Einsatz dieser Förderung: „Was bringt es, wenn Kinder in ihrer schwersten Zeit, der Pubertät dem größten Stress ausgesetzt sind und dann wenn sie noch spielerisch lernen, im Kindergarten nicht gefördert werden?“