Wir in Berlin: Politik für Senioren ist immer auch Wirtschaftpolitik

. Bereich: Archiv Meldungen Paul Lehrieder 2009

„Es gibt nicht zu viele Senioren, sondern zu wenige Kinder, das muss man wissen“, sagte der Bundestagsabgeordnete bei seinem Vortrag vor 50 Senioren im Ehehaltenhaus in der Sanderau. Eine gute Politik für Senioren müsse auch immer eine gute Wirtschafts- und Familienpolitik sein. Alter sei heute relativ. „Was man noch vor zwanzig oder dreißig Jahren als alt angesehen hat, ist es heute nicht mehr“, betonte Lehrieder. Immer mehr Senioren blieben immer länger aktiv im Leben. „Das müssen wir für die Gesellschaft nutzen“, forderte er. Das Alter biete zum Beispiel im Ehrenamt viele Potenziale.

Aber er warb auch für Verständnis, dass die Rente mit 67 notwendig sei.

Denn in Zukunft werden immer weniger Arbeitende für immer mehr Rentner aufkommen müssen.

Und er brach auch eine Lanze für die heutigen Rentner: „Wenn ihr damals nach dem Krieg so verzagt gewesen, wie viele heute, wären die Steine immer noch nicht abgeklopft.“ Deshalb sei es richtig gewesen, die Rentengarantie zu gebe. „Das ist kein Wahlgeschenk, sondern gerecht“, betonte er.

Aber das Geld müsse erst erwirtschaftet werden. „Deshalb brauchen wir eine solide Wirtschaftspolitik“. Deutschland sei von allen Ländern mit am besten mit der Wirtschaftskrise fertig geworden, auch wenn das nicht billig gewesen sei. „Das ist für mich der Beweis, dass wir schon gut sind. Aber wir müssen noch besser werden“. Denn nur, wenn der Motor der Wirtschaft brumme, sei auch eine gute Sozialpolitik möglich.