Vorsitzender des Finanzausschusses des Deutschen Bundestags im VCC

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MdB Eduard Oswald diskutiert mit Wirtschaftsvertretern

„Wirtschaft ist nicht alles, aber ohne Wirtschaft ist alles nichts“

Seit 2005 ist Eduard Oswald der Vorsitzende des Finanzausschusses des Deutschen Bundestages. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise ist er damit zu einem der wichtigsten Menschen Deutschlands geworden. Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Paul Lehrieder kam der viel beschäftigte Finanzexperte nach Würzburg ins VCC, um mit Vertretern aus Wirtschaft und Banken über deren alltägliche Erfahrungen und Probleme zu sprechen.

„Jetzt legen wir die Grundlagen, wie erfolgreich wir nach der Krise sind“, so der Finanzexperte zu den Zuhörer. Sicher stünden wir derzeit, wie übrigens die gesamte Welt, in einer Krise. Immerhin hängen 40 Prozent unseres Bruttoinlandsprodukts vom Export ab. „Allerdings spüren viele Menschen bisher wenig von der Krise, da die Binnenkonjunktur stabil ist“, betonte er.

Die Gründe für die Krise lägen an weltweit fehlenden Regularien gepaart mit Gier und Herdentrieb. „Vielen war es am Ende egal wie riskant. Hauptsache hohe Rendite.“ Deshalb seien jetzt weltweite Regularien gefragt. „Wir brauchen eine internationale Wirtschaftsordnung und zwar nach den Prinzipien eines ehrbaren Kaufmannes!“

Das alles aber im Rahmen der sozialen Marktwirtschaft. Denn die habe sich bewährt. Der Blick solle weg von der schnellen Rendite hin zur echten Wertschöpfung gehen.

„Was wir jetzt brauchen ist eine Generationen-, Chancen- und Leistungsgerechtigkeit“, forderte er. Die Neuverschuldung muss gesenkt, über Bildung in Zukunft investiert und die, die jeden Tag zur Arbeit gingen, auch leistungsgerecht entlohnt werden.

Darüber hinaus erklärte er, wie man sich als Union die Steuersenkung vorstelle und wie die Vereinfachung der Mehrwertsteuer. „Für uns bietet diese Krise eine Chance, wenn wir unser Denken ändern“, betonte er. „Künftig muss das Finanzwesen den Menschen dienen und nicht umgekehrt.“